Das hilft deinem Hund bei Arthrose, Spondylose und Co. – Teil 1

Schmerztherapie-Möglichkeiten für Zuhause

 

Dieses Thema liegt mir persönlich ganz besonders am Herzen. Immerhin nenne ich seit nun schon fast 10 Jahren selbst einen Hund mit schwersten Erkrankungen im Bewegungsapparat mein Eigen.

Meine kleine Happy war mein erster eigener Hund. Sie war kaum 1,5 Jahre alt und erst wenige Monate bei mir, als sie oft kaum noch laufen wollte. Bald stand fest, dass sie leider kaum ein gesundes Gelenk im Körper hat. Schwere Hüftdysplasie, Ellenbogendysplasie, Wirbelsäulendeformation mit Spondylose, und bereits beginnende Arthrose an vielen Körperstellen. Die Prognose war niederschmetternd.

Es begann eine laaaange Reise für uns Beide. Eine Operation machte aufgrund der Vielzahl an Baustellen keinen Sinn. Schmerzmittel vertrug sie durch ihre vielen Allergien auch nicht, und bekam davon schlimmen Durchfall. Ihre Verhaltensprobleme machten das Ganze nicht einfacher.

Die Tipps und Infos zum Thema Arthrose und Co. beim Hund sind überwältigend. Das macht es dem Laien aber auch besonders schwer. Heute erlebe ich bei Kunden oft diesselbe Überforderung. Wenn sie nach so einer Diagnose versuchen, sich im Internet Rat zu guten Therapien für ihren Hund zu holen. Es gibt so unglaublich viele Produkte auf dem Markt, die Hilfe oder gar Heilung versprechen. Und dann oft ebenso viele Enttäuschungen und letztlich Mutlosigkeit, weil es dem eigenen Hund immer noch nicht besser geht.

Auch ich habe Jahre zugebracht mit dem Versuch, wirklich hilfreiche Dinge für meine Happy zu finden. Alles, was ich heute weiß, habe ich für sie studiert, gelernt und mit ihr ausprobiert.

Happy gehts heut trotz ihrer Arthrose, Hüftdysplasie und Spondylose immer noch gut

Inzwischen ist die Mausi vor kurzem 11 Jahre alt geworden. Und es steht fest, dass sie an ihren Gelenkproblemen und der Arthrose wohl nicht sterben wird. Klar wird sie immer mein persönlicher kleiner Dauerpatient bleiben. Ohne stete Behandlung hätte sie aufgrund von Schmerzen längst erlöst werden müssen.

So aber ging es Happy letztlich ab ihrem 5. Lebensjahr eher von Jahr zu Jahr besser. Mein wachsendes Wissen und Können führte zu immer besseren Behandlungsmöglichkeiten für sie.

Anderen Besitzern erkrankter Hunde möchte ich klare Empfehlungen inmitten des Informationsdschungels liefern. Ich werde hier vielversprechende Ansätze vorstellen. Und auch Hintergründe, warum, wie genau und wann etwas helfen kann. Medikationen und Rezepte, aber auch förderliche Alltagsdinge bei Erkrankungen des Bewegungsapparates und Arthrose.

Dem heutigen Beitrag wird sicher noch eine ganze Reihe weiterer Beiträge zu diesem Thema folgen. Ich hoffe, dass dies vielen Hunde und ihren Besitzern wertvolle Fortschritte ermöglicht. Und sie genauso lange eine wunderschöne Zeit miteinander haben, wie ich mit meiner kleinen schwarzen Happy.

Arthrose Tierkrankenversicherung Agila Hundephysiotherapie Wilsdruff Zauberhunde

Arthrose und andere Erkrankungen des Bewegungsapparats: Leider sehr häufig

Mindestens jeder 5. Hund hat Arthrose, rechnet man weitere Krankheiten wie Hüftdysplasie, Ellenbogendysplasie, OCD, Spondylose, die Folgen von Kreuzband- und Meniskusrissen, das Cauda-Equina-Syndrom, Bandscheibenvorfälle oder die Patellaluxation bei kleinen Hunden hinzu, ist inzwischen fast jeder Hund im Laufe seines Lebens von mindestens einer Erkrankung des Bewegungsapparates betroffen.

Selbst bei Erkrankungen, die durch eine Operation an sich behoben werden können, bleiben immer Folgeschäden durch zeitweise Überlastung, Entzündungen, Schonhaltungen usw. des Hundes zurück. Arthrose selbst tritt übrigens als Folge in operierten, also mechanisch veränderten, Gebieten ebenfalls nahezu immer auf.

Folgen sind Entzündungen, Schmerzen des Hundes, deutliche Lahmheiten oder Bewegungsunlust, allgemeine Mattigkeit, mangende Freude am Spazierengehen und eine insgesamte Einschränkung der Lebensqualität.

Oft ist es so, dass sich deutliche Symptome all dieser Erkrankungen in Schüben zeigen. Es geht mal eine Zeit lang besser, und dann wird’s eine Zeit lang deutlich schlechter. Ein Schub kann ausgelöst werden z. B. durch Überlastung beim Spielen oder einer zu langem Gassirunde, durch eine falsche Bewegung, und sehr oft sogar durch Wetterwechsel. Im Sommer geht es den meisten Patienten durch das warme Wetter oft besser, im Herbst oder im Laufe des Winters bei nass-kaltem Wetter sind Symptome deutlicher sichtbar.

Die Ziele für jeden Therapeuten sowie Besitzer eines so erkrankten Hundes sind immer und in genau dieser Reihenfolge:

  1. wenn möglich die Beseitigung der Ursache (Operation?)
  2. Entzündungen hemmen
  3. Schmerzen lindern
  4. optimale Ernährung sicherstellen, um Knorpelaufbau, Stoffwechsel und Muskulatur die notwendigen Nährstoffe für bestmögliche Funktion und Heilung zur Verfügung zu stellen
  5. Einschränkungen der Beweglichkeit, Muskulatur und Koordination beheben (z. B. Durch Physiotherapie mit Gelenkmobilisation, Gelenkentlastung durch Muskelaufbau, Gangschulung etc.)

Wie schon in meinem Artikel zu 5 einfachen Fitness-Übungen für euren Hund erwähnt, ist die Goldene Regel: ZUERST kommt die Entzündungshemmung und Schmerzlinderung, erst DANACH Training für Muskelaufbau und körperliche Fitness! Hat euer Hund also aktuell Schmerzen oder einen „Schub“, muss dies zuerst mithilfe eures Tierarztes oder eines Hundephysiotherapeuten behoben sein, bevor ihr mit dem Aufbautraining anfangen könnt.

Bei Schmerzen versucht euer Hund die Belastung des Trainings sonst durch weitere Schonhaltungen und infolge Überlastung bislang gesünderer Teile des Bewegungsapparates zu kompensieren. Dies führt nur zu weiteren Schäden, Schmerzen oder Entzündungen.

Operation – Ja oder Nein?!

Nicht immer ist eine Operation überhaupt möglich. Oder selbst wenn, ist sie bei einer Aufwand-Folgen-Nutzen-Rechnung nicht immer tatsächlich die beste Option. Dies muss deshalb mit spezialisierten Tierärzten und Fachleuten individuell beurteilt werden.

Warum ein Schmerzmittel im Zweifel lieber zu früh als zu spät gegeben werden sollte

Es gibt sehr viele Möglichkeiten, um Entzündungen und Schmerzen zu lindern. Ich persönlich lehne auch schulmedizinische klassische Schmerzmittel keinesfalls ab. Leider sehe ich im Alltag viel zu oft Hundebesitzer, die viiiieeel zu lange damit warten, ihrem Hund eine effektive Schmerztherapie angedeihen zu lassen.

Das ist sehr kritisch, in vielerlei Hinsicht:

Ein Tier kann nicht selbst für sich sprechen. Schmerzen jeder Art schränken Freude und Wohlbefinden stark ein. Nur weil ein Hund noch nicht komplett apathisch in der Ecke liegt oder stark sichtbar humpelt, heißt das nicht, dass Schmerzen ihn nicht bereits ziemlich belasten können.

In der Natur überlebt der Stärkere und Fittere. Sichtbar alte, kranke, geschwächte Tiere werden eher attackiert, vertrieben, kurzum: haben zu leiden. Allen Tieren ist gemeinsam, dass sie deshalb Schwächen und Erkrankungen in der Regel sehr lange zu verstecken versuchen. Und sich möglichst nichts anmerken lassen.

Jeder Tag mit Schmerzen verstärkt und verfestigt Schonhaltungen. Und führt zu Folgeschäden an weiteren Stellen des Bewegungsapparates, z. B. zu Arthrose. Auch das Schmerzgedächtnis spielt eine große Rolle. Teilweise finden Hunde nicht in gesunde Bewegungsmuster zurück, selbst wenn eine Ursache später operativ beseitigt wird.

Der lange vorherige Schmerz und der falsche Bewegungsablauf kann sich fest in die Nerven und das Gedächtnis des Hundes einbrennen. Je länger man dies zulässt, umso schwerer oder aufwändiger kann eine vollständige Rehabilitation später werden.

Jedes Schmerzmittel birgt seine Risiken und Nebenwirkungen. Insbesondere bei schon jung „kaputten“ Hunden ist es keine Lösung, sie über Jahrzehnte auf chemische Schmerzmittel zu setzen.

Als kurzfristige, schnelle Möglichkeit, wenn gerade nichts anderes zur Verfügung steht, empfehle ich sie dennoch lieber einmal zuviel als zu wenig. Hat dein Hund gerade einen Bandscheibenvorfall (ohne Lähmungen), sich beim Toben einfach mal was verstaucht, einen akuten Arthroseschub, und will sich kaum bewegen, dann sollte er sofort und schnellstmöglich erstmal ein wirksames Schmerzmittel bekommen! Eine Schmerzmittelgabe von mal 1 – 2 Wochen haben dann weniger Nebenwirkungen, als die entstehenden Folgen bei Nichthandeln und Abwarten.

Früher wurde auch von Tierärzten teils von schnellen Schmerztherapien abgeraten. Man war der Ansicht, dass etwas Schmerz ganz gut wäre, damit ein Tier sich nicht weiter übernimmt und ausruht. Diese Ansicht ist heute zum Glück überholt. Für Schonung, Ruhig halten und bewegungsarme Beschäftigung z. B. durch Denkspiele oder Kauartikel in diesen akuten Tagen sollte der Mensch sorgen.

Welpe rennt durchs Blumenfeld Hundephysio Hundetraining Wilsdruff

Aber: Schmerzmittel sind nicht das Ende der Fahnenstange, sondern nur der Anfang!

Handelt es sich nicht nur um eine kurzzeitige Verletzung eines ansonsten gesunden Hundes, müssen bei chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates langfristig anwendbare, möglichst nebenwirkungsarme, Schmerztherapien gesucht werden.

Denn die dauerhafte jahrelange Anwendung klassischer Schmerzmittel kann zu schlimmen Nebenwirkungen wie Nierenversagen, Magen-Darm-Blutungen und Anämie führen.

Die gute Nachricht: Es gibt wirklich unglaublich viele Möglichkeiten, eurem Hund wirkungsvoll gegen Schmerzen und Entzündungen zu helfen, und ihm ein langes Leben trotz Gelenkerkrankungen zu ermöglichen!

ACHTUNG: Über Fertigpräparate und „Nahrungsergänzungsmittel“

Immer wieder höre ich von Kunden im Erstgespräch „X, Y, Z, dies, das und jenes, und das und das, haben wir alles schon ausprobiert, und es hat garnichts gebracht“. Sehr häufig waren die Ideen bzw. die Inhaltsstoffe der angeblich entzündungshemmenden Fertigpräparate sogar schon ganz gut.

Doch es gibt ein Problem: All die Kräutermischungen, Futterzusätze usw., die man so frei in normalen Läden kaufen kann, sind als „Nahrungsergänzungsmittel“ eingestuft. Ansonsten müsstet ihr sie nämlich in der Apotheke holen.

Bei Nahrungsergänzungsmitteln umgehen die Hersteller medizinische Überprüfungen. Gleichzeitig dürfen diese Mittel in den angegebenen Dosierungen aber auch keine Probleme, z. B. Nebenwirkungen erzeugen.

Alles was wirklich Wirkung hat, kann aber bei falscher Anwendung evtl. auch NebenWirkungen haben.

Faktisch sind die Dosierungen der entsprechenden Nahrungsergänzungsmittel somit oft viel zu gering, um z. B. bei einem Hund mit akutem Arthroseschub genügend entzündungshemmende Wirkung entfalten zu können.

Hinzu kommt, dass häufig sehr viele Einzelkomponenten, z. B. viele verschiedene Kräuter, zusammen geschmissen werden. Das verringert dann tatsächlich enthaltene Wirkstoffe einzelner Kräuter in der eh schon praktisch kaum wirksamen empfohlenen Tagesdosis des Produktes noch weiter. Außerdem können so viele verschiedene Inhaltsstoffe bei Allergikern auch eher tatsächlich eine allergische Reaktion hervorrufen.

Dasselbe gilt für die immer mehr im Trend liegenden „Fertigfutter für Hunde mit Gelenkerkrankungen“, welche durch schon im Futter enthaltene Zusätze eine Förderung des Bewegungsapparates bewerben. Schaut man sich dann die enthaltenen Mengen der entsprechenden Futterzusätze in den Laboranalysedaten an, sind diese oft weit von tatsächlich wirksamen therapeutischen Dosisempfehlungen entfernt. Also Leute, vergesst sowas!

Ein Plädoyer

Deshalb hier meine dringende Empfehlung, wenn ihr bei eurem Hund wirklich eine Verbesserung erreichen wollt:

Bitte kauft gezielt ausgewählte Einzelstoffe. Und gebt diese dann zunächst auch allein entsprechend therapeutischer Empfehlung / Studienlage!

So habt ihr die besten Chancen, tatsächlich Erfolge zu erreichen. Außerdem könnt ihr auf diesem Weg erkennen, welches Präparat eurem eigenen Hund wirklich besonders hilft, und welches bei ihm keine Wirkung zeigt, und somit im Laufe der Zeit auch viel Geld für unnötige Produkte sparen.

 

Hier jetzt die ersten Kräutertipps:

Arthrose Hundephysiotherapie Wilsdruff Zauberhunde
Boswellia Serrata, indischer Weihrauch – Gut für Arthrose und Co.

Verwendet wird das Harz dieses Baumes, mit seinen besonderen Boswelliasäuren, welche in die Entzündungsreaktion des Körpers eingreifen.

Boswellia Serrata ist ein spezifischer COX-2-Hemmer (d.h. reguliert sowohl die akute Entzündungskaskade), sowie auch LOX-Hemmer (d.h. reguliert ebenso die chronisch degenerative Entzündungskaskade herunter). Mehrere schulmedizinische Schmerzmittel wie z. B. „Previcox“ (beim Mensch „Arcoxia“) sind auf Basis der Boswellia-Wirkstoffe entwickelt worden.

Sehr wichtig beim Einsatz von Weihrauchextrakt ist, diesen hoch genug zu dosieren. Denn bei zu geringer Menge kann Weihrauch Entzündungen sogar noch verschlimmern! In ausreichend hohen Dosierungen können Boswelliasäuren die Bildung, und damit auch die Wirkungen der Entzündungs-Botenstoffe Leukotriene unterdrücken. Bei zu wenig Wirkstoff dagegen fachen sie die Entzündung an. Außerdem hemmen Boswelliasäuren auch die Bildung gewebeschädigender Sauerstoffradikale, sowie die Aktivität eines wichtigen Botenstoffs bei Polyarthritis.

Boswellia Serrata ist sehr nebenwirkungsarm und hoch verträglich auch bei allen vorerkrankten Patienten z. B. mit Nierenschäden. Bei 1 bis maximal 3 % der Patienten traten laut Studienlage leichte Magen- oder Darmbeschwerden bei hoher Dosis von Boswelliasäuren auf. Diese können durch Einschleichen des Mittels anfangs über 3-4 Tage, sowie durch die Einnahme nach den Mahlzeiten verringert werden.

Anwendungsgebiete sind viele Formen von Entzündungen, wie Arthrose und Arthritis, aber auch chronisch-entzündliche Darm-Erkrankungen wie IBD, oder allergisch bedingte Atemwegserkrankungen wie chronische Bronchitis oder Asthma beim Hund.

Beim Einkauf von Boswellia sollte man nicht sparen und auf die Herkunft des Harzes achten. Oft stammt das verfügbare Weihrauch-Harz überwiegend vom preiswerteren afrikanischen Weihrauch. Diese Ware entspricht nicht dem in Studien untersuchten indischen Weihrauchharz von Boswellia Serrata. Die Zusammensetzung der beiden Handelssorten kann sehr stark voneinander abweichen.

Ich persönlich kann aus eigener Erfahrung die Kapseln von www.Biotikon.de empfehlen, welche einen sehr hohen Qualitätsstandart haben, sowie besonders hoch angereicherte Boswelliasäuren enthalten.

Die Grunddosis beträgt unabhängig der Größe (also auch für Chihuahua und Co.!) 3 x 2 Kapseln pro Tag pro Tier. Am besten ist es bei Arthrose, Boswellia in 4-Wochen-Kuren anzuwenden, und es anfangs über 3 bis 4 Tage in steigender Dosis etwas einzuschleichen. Auch äußerlich, z. B. als Massageöl, Salbe etc. (Olibanum-Öl) kann der indische Weihrauch gut eingesetzt werden und entfaltet seine Wirkung.

Arthrose und die berühmte „Grünlippmuschel“

Überall wird sie empfohlen, überall sich aber auch über ihre Wirkung gestritten. Was also ist dran an ihrer oft genannten „Knorpelaufbauenden Wirkung“?

Die Grünlippmuschel, lat. Perna Canalicula, enthält wirklich viele sogenannte GAG´s = Glykosaminoglykane, welche auch in Gelenkflüssigkeit und lockerem Bindegewebe vorkommen und somit Knorpel-Aufbauend wirken sollen. Ganz konkret finden sich in der Grünlippmuschel unter anderem Chondroitin-4-und-6-Sulfat, Hyaluronsäure, Dermatansulfat, Keratansulfat sowie Heparansulfat. Außerdem enthält sie die limitierenden Aminosäuren Arginin und Lysin, welche notwendig für die Bildung und Erhaltung von Bindegewebe sind. Vitamin C ist ein sogenanntes Coenzym und damit ebenfalls wichtig für die Kollagen-Biosynthese. Bestimmte Omega-Fettsäuren wirken ihrerseits entzündungshemmend. Verschiedene Inhaltsstoffe der Grünlippmuschel zusammen hemmen außerdem den sogenannten TNF-alpha-Faktor, welcher für vom Körper selbst initiierte Zellzerstörung (z. B. Bei Entzündungsgeschehen) zuständig ist.

Insgesamt also scheinbar ein wahrer Baukastensatz für Gelenke und -Knorpel.

Das Problem ist, dass die GAG´s und Knorpelgewebe selbst genau genommen ernährungsphysiologisch simple Kohlenhydrate sind. Die Schwierigkeit bei ihrer Anwendung liegt darin, sie tatsächlich bis in die Gelenke zu bekommen, anstatt dass sie im Magen-Darm-Trakt aufgespalten und verdaut werden. Glücklicherweise besitzen die GAGs der Grünlippmuschel einen besonderen Mechanismus, der sie vor der Verdauung besser schützt, und ihre Aufnahme verbessert. Sie sind sogenannte „gecoatete Glykosaminoglykane“.

Es gibt einen weiteren „Trick“, um die Wirkstoffaufnahme aus der Grünlippmuschel zu verbessern. Der Vitalpilz Auricularia Judae besitzt ein spezielles Biopolymer, welche für Chondroitinsulfat wie ein Transporttaxi wirkt und dessen Aufnahme direkt bis zu den Gelenken unterstützt. Gibt man Auricularia für die ersten 2 Wochen einer Grünlippmuschelkur noch dazu, verbessert dies die Aufnahme für die komplette 3-Monats-Kur um ca. 100 %.

FAZIT:

Tatsächlich liefert die Grünlippmuschel wichtige Bausteine für die Gelenkunterstützung. Wichtig ist eine ausreichend hohe Dosierung, sowie die Unterstützung der Aufnahme ihrer Wirkstoffe in die Gelenke.

Katzen und kleine Hunde erhalten 0,5 g täglich, größere Hunde 0,5 g pro Tag pro 10 Kg Körpergewicht kurweise für jeweils 3 Monate.

Für die ersten 14 Tage einer neuen Kur empfiehlt sich die zusätzliche Gabe von Auricularia Judae – Vitalpilzpulver (NICHT Extrakt!), z. B. Von www.vettherm.de oder www.hawlik-vitalpilze.de in folgender Dosierung:

Hunde unter 10 Kg = 1 x ½ Kapsel pro Tag

Hunde 10 – 20 Kg = 1 x 1 Kapsel pro Tag

Hunde 20 – 40 Kg = 2 x 1 Kapsel pro Tag

Hunde über 40 Kg = 3 x 1 Kapsel pro Tag

Die empfohlene Tagesdosis der Grünlippmuschel kann bei bestehender Unterversorgung der Gelenke mit Nährstoffen bis zu 3-fach erhöht werden, und die Kur auch jederzeit wiederholt werden. Im Allgemeinen hält ihre Wirkung noch ca. 6-8 Wochen nach Kur-Ende an.

Aber ACHTUNG:

Häufig wird der Begriff „Knorpelaufbau“ falsch verstanden. Medizinisch gesehen ist Knorpelgewebe durchaus regenerationsfähig. Allerdings dauert dies im Vergleich zu z. B. Schleimhautzellen wirklich lange. Und währenddessen bewegt sich der Hund ja weiterhin und nutzt seine Knorpelflächen weiter ab.

Insgesamt wird bereits zerstörter Knorpel somit niemals wieder „geheilt“. Durch die optimal unterstützte Knorpelregeneration, ganz gleich mit welchen Stoffen, kann stets nur der Prozess bis zur vollständigen Zerstörung des Gelenkknorpels verlangsamt werden.

TIPP:

Somit zeigt der Einsatz bei alten, schon sehr geschädigten Tieren oft nur noch wenig bis keine Wirkung mehr.

Sehr sinnvoll ist dagegen die langfristige Fütterung bei noch jungen Hunden, oder sogar als Vorbeugemaßnahme und Unterstützung des optimalen Wachstums bei Rassen mit besonderem Erkrankungsrisiko für HD, ED und Co.

 

Bei Fragen, Wünschen oder Anregungen schreibt mir gern eine Mail an info@zauberhun.de oder mich einfach auf Facebook direkt an.

Liebe Grüsse, eure Vivien und die Zauberhunde

 

>>> Zurück zur Startseite der Zauberhunde <<<